2020 – Corona ohne Kurzarbeit

Ding Dong, fast jeder wünscht sich wahrscheinlich gerade, dass dieses Jahr ein Ende findet. Den Gedanken teilen wir natürlich und ein wenig mehr Normalität täte vielen von uns gut. Doch es war nicht alles schlecht in 2020, vielleicht.

Leute, wer hätte es im Januar gedacht? Wir auf keinen Fall. Der Terminkalender war ziemlich gut gefüllt, es standen sogar so viele Sachen an, dass mir das schon etwas mulmig wurde. Überhaupt, nach dem richtig durchgerockten 2019 sah 2020 nicht unbedingt nach Erholung aus.

Ich weiß noch ganz genau, dass wir im März auch noch Foto-Workshops hatten in der Rösterei. Ein Konzert mit Libuda habe ich 2020 erlebt. Und ich sollte im März jemanden vom NDR fotografieren und im April ein ziemlich großes Fotoshoot für ein Unternehmen machen und wollte direkt im Anschluss nach Hamburg zum Dock 54 Konzert fahren. Hotel und Bahn waren schon save. Die Koordination beides hinzubekommen gestaltete sich nicht so einfach, aber es hätte wahrscheinlich (wie fast immer) irgendwie geklappt.

Und ein paar Tage später sitze ich mit Freunden in einer Bar und im Fernseher im Raum flimmern schon erste Nachrichten zu Corona. Zwei Tage darauf waren wir im Lockdown Nummer eins.

Die ersten Mails trudelten ein: NDR gecancelt, Firmen-Shoot gecancelt, Konzert gecancelt. Huch, das gab es ja noch nie und ist insgesamt ziemlich blöd. Aber nur ein paar Momente später setzte auch eine Entspannung ein. Ich merkte, dass diese ganzen Termine zwar schön gewesen wären, aber es hätte auch wieder mega Stress bedeutet. Also durchatmen und schauen was passiert.

Kurze Unterbrechung: hier habe ich übriges schon Ende März einen keinen Statusbericht zur Lage geschrieben, vielleicht möchte das nochmal jemand lesen.

Weiter geht es: glücklicherweise lagen nicht alle Branchen brach und es gibt Firmen, die auch solche Situationen als Chance sehen. So begab es sich, dass nun am Ende des Jahres sehr sehr viele Ordner auf meinem Server gespeichert sind, die mit „KWS“ beginnen. Kurz nach Beginn des Lockdowns war ich über Monate beschäftigt Roboter auf Feldern zu filmen und zu fotografieren, und tourte durch halb Deutschland für Aufnahmen mit KWS-Beratern für Social Media Material oder virtuelle Feldtage, die es in Videoform gab. Es war wirklich verrückt und so schön zugleich. Fast immer draußen, viel Abstand, gutes Wetter. An dieser Stelle muss ich wirklich nochmal ein großes Dankeschön loswerden!!!

Zu diesen ganzen Einsätzen kamen aber noch weitere kleinere und größere von diversen Unternehmen. Es wurde insgesamt noch mehr gefilmt als sonst und ich kam immer besser damit zurecht Fotos und Videos zu bedienen. Ein ziemlich lehrreiches Jahr, glaube ich.

Auch ein paar Shoots für Privatkunden gab es in diesem Jahr. Diese hat Annette open-air und mit ausreichend Abstand wie immer super abgewickelt. Unsere Aufteilung passt ganz gut, glaube ich.

2019 schrieb ich im Rückblick, dass Hochzeiten in 2020 wahrscheinlich weniger werden würden (war unser Ziel). Ich würde sagen: geschafft 😉 Insgesamt waren es dann doch noch zwei große Reportagen und zwei kleine, aber eben nicht mehr zehn und mehr. Wir hatten noch nie so viele Wochenende Zeit wie in diesem Jahr – und die gingen im Sommer beim Grillen und in der Hängematte liegen schon ganz gut um.

Und was in 2020 ebenfalls geplant war: keine Wochenrückblicke mehr auf IGTV zu posten. Super, das hätten wir auch geschafft 🙂 Stattdessen gab es erst 4-Wochen-Rückblicke und dann immer längere Zeitspannen. Ich hatte einfach zu wenig zu erzählen. Trotzdem könnt ihr Euch das hier natürlich auch mal ansehen, sind nur 14 Stück 😉 Der letzte ist auch ein kleiner Jahresrückblick.

Dieses Jahr war beim Blick in all die Fotos in Nachhinein doch viel doller als vermutet. Ein paar Stichpunkte: Drehleiter-Einsatz für Drohne / Spendenaktion / Fashionweek Berlin / Konzert mit Libuda / Northcast-Podcast in der Rösterei / Eventvideos / Baustellen-Doku / Ministerpräsident Weil in Einbeck / VÖ in einem Buch / Video an der Ostsee / EINwahl Event / Foto von uns als Kletterwand-Hintergrund (Details später mal) / Film für Stadt Einbeck / viel neues Equipment

Für mich war es tatsächlich so am besten zu managen. Ich konnte durch die Homeoffice Möglichkeit zwei Jobs so miteinander kombinieren, wie es in der Vergangenheit oft nur kompliziert machbar war. Ist doch auch mal schön, wenn sich Sachen zum Positiven ändern.

So, das hört sich hier natürlich ganz ok an und so war es auch wirklich. Dennoch ist der Umstand, dass wir das hier alles so machen können/müssen natürlich richtig schlimm. Wir kennen mittlerweile mehrere Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind und waren. Das ist echt nicht ohne und möchte sicherlich niemand haben. Und darum haltet bitte Abstand und macht den ganzen Kram so mit, damit wir bald auch wieder endlich Konzerte und all die anderen schönen Dinge erleben können!

Guten Rutsch. Zu Hause! Ohne Böller! Peace.

Die Spiekers bei der Arbeit

2 Responses

  1. Ganz wunderbar zu lesen, dass es auch so viel Neues bei dir dieses Jahr entstanden ist. Dass es dafür eine Pandemie braucht sei jetzt mal dahingestellt. Ließt sich auf jedenfall super und du siehst glücklich aus! Geil, dass Du uns teilhaben lässt und schön zu sehen, wie sich alles bei dir/euch entwickelt! Bleibt gesund, kommt gut ins neue Jahr – dann vielleicht auch mal wieder mit Kölsch in Köln 😉

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